© Frédéric Barriera
29. Oktober 2019
19:30 Uhr
12.00 € / 10.00 € (ermäßigt)

Premiere: Utopia '89 - Wir sind das Volk

Saal Boris Vian l Institut français Berlin, "Maison de France" l Kurfürstendamm 211 l 10719 Berlin
29. Oktober 2019
19:30 Uhr
12.00 € / 10.00 € (ermäßigt)

Utopia 89 ist ein Theater- und Forschungsprojekt über die Alexanderplatz-Demonstration vom 4.November 1989. Auf die Aufführung des Theaterstücks folgt eine Tagung rund um das Thema, am 30. und 31. Oktober im Centre Marc Bloch und im Institut français Berlin.

Theaterstück am 29. Oktober:

Am 4. November 1989, auf dem berühmten Alexanderplatz, versammeln sich zwischen 500.000 und einer Million Ostdeutsche, um den Rednern, die auf der improvisierten LKW-Rednerbühne nacheinander sprachen, zuzuhören. Dazu gehören Schauspieler, Regisseure, Dramatiker (Heiner Müller), Schriftsteller (Christa Wolf, Stefan Heym, Christoph Hein), Wissenschaftler, aber auch Politiker, Opponenten (Marianne Birthler), Anhänger des derzeitigen Regimes (Schabowski), Studenten, ein Anwalt (Gregor Gysi), ein Theologe und sogar Markus Wolf, ehemaliger Chef der ostdeutschen Spionageabwehr... Dies ist die größte Demonstration, die unter dem sozialistischen Regime der DDR je erlaubt wird und die erste, die vollständig im ostdeutschen Fernsehen übertragen wird. Fünf Tage vor dem Mauerfall, fast drei Stunden lang, klagen die 26 Redner die jüngste Gewalt der Polizei an, fordern Reformen und äußern ihre Zukunftsvisionen. Wer waren diese Redner? Was war ihr Hintergrund? Weshalb durften sie an ausgerechnet diesem Tag das Wort ergreifen?

Um dieses Ereignis wiederzubeleben, seine Bedeutung und seinen Umfang zu hinterfragen, inszeniert der Dramaturg Frédéric Barriera das Projekt "Utopia ‚89/ Wir sind das Volk", begleitet von dem Forscher Guillaume Mouralis (Marc-Bloch-Zentrum, Berlin).

 

Mehr Informationen zum Projekt „Utopia `89 - Wir sind das Volk“: https://nslp.hypotheses.org/

Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms "1989 im Angesicht der Gegenwart" präsentiert.

Text und Inszenierung: Frédéric Barriera

Mit Amandine Thiriet und Jürgen Genuit.

Beleuchtung: Carl Bergerard
Bühnenbild und Kostüme: Annika Juliane Tritschler
Musik: Thorsten Bloedhorn
Choreographie: Bérengère Ramon
Mit den Stimmen von Beate Duderstadt und Bernd Moss

© Mika 2019     

  © Pidji-Photography       

  © Pidji-Photography       

 

30. OKTOBER 2019, 9-20 UHR (CENTRE MARC BLOCH, BERLIN)

  • Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter
  • Die revolutionäre Dynamik in Ost-Europa und der DDR (10:00 Uhr) : mit Detlef Pollack (Universität Münster), Paulina Gulińska-Jurgiel (Universität Halle), Sonia Combe (Centre Marc Bloch). Moderation: Silke Mende (Centre Marc Bloch)
  • Vorgeschichte des 4. November 1989 und Ablauf der Demonstration (13:30 Uhr) : mit Frédéric Barriera (Autor des Theaterstücks „Utopia ’89/ Nous sommes le peuple“), Laure de Verdalle, Caroline Moine, Guillaume Mouralis (Centre Marc Bloch), Patrick Bauer (Journalist und Autor). Moderation: Boris Grésillon (Universität Aix-Marseille)
  • Auf der Suche nach dem 4. November 1989 (17:00 Uhr) : Podiumsdiskussion mit Tina Krone (Robert-Havemann-Gesellschaft), Jutta Seidel (Mitbegründerin des Neuen Forums), Silke Haase (Künstlerin, Berlin), Andreas Kämper (Fotograf). Moderation: Agnès Arp (Universität Jena) : Eröffnung der Ausstellung „Spuren einer Utopie. Die Massendemonstration vom 4.11.1989“ (19:30 Uhr)

31. OKTOBER 2019, 9:30-16:00 UHR (INSTITUT FRANÇAIS, BERLIN)

  • 4. November 1989: Konstruktion des Ereignisses und Erinnerung (9:30 Uhr) : mit Lotte Thaa (FU Berlin), Jutta Braun (ZZF, Potsdam), Thomas Flierl (ehem. Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur), Simon Strick & Susann Neuenfeldt (Theaterkollektiv PKRK). Moderation: Caroline Moine (Université Paris Saclay/ Centre Marc Bloch)
  • Was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre? (14:00 Uhr) Eine kontrafaktuelle Geschichte erzählt von Quentin Deluermoz (Universität Paris 13/Nord) und Pierre Singaravélou (Universität Paris-Sorbonne). Anschließend: Diskussion mit Effi Böhlke (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Jérôme Heurtaux (CEFRES, Prag). Moderation von Emmanuel Laurentin.

                     

Angehängten Dateien

Diese Veranstaltung ist in Verbindung mit:

1989 IM ANGESICHT DER GEGENWART