© Sebastian Maiwind
19. October 2017
19:00 Uhr
Eintritt frei

Tanguy Viel „Selbstjustiz“

Institut français Berlin | Galerie
19. October 2017
19:00 Uhr
Eintritt frei

Tanguy Viel, geboren 1973 in Brest, lebt und schreibt heute in der Nähe von Orléans. Seit 1998 hat er sieben Romane veröffentlicht. Er wurde mit dem Prix Fénéon und dem Prix de la Vocation ausgezeichnet. Mit Hinrich Schmidt-Henkel haben seine hochgelobten, stilistisch ausgefeilten Romane ihren idealen Übersetzer gefunden.

Der französische Schriftsteller stellt seinen Roman Selbstjustiz vor, der im September 2017 beim Verlag Klaus Wagenbach erscheint.

Ein Mann ertrinkt auf hoher See – war es Unfall oder Mord? Der Verdächtige vertraut dem Richter ganz ungeschützt seine Lebensbeichte an. Ein fein ziselierter Roman über Schicksal und Moral.

Martial Kermeur ist des Mordes angeklagt. An einem einzigen Tag, Auge in Auge mit dem Richter, erzählt er die Geschichte seines Lebens in einer kleinen bretonischen Stadt am Meer, von der gescheiterten Ehe mit France und von seinem Sohn Erwan, den er allein aufgezogen hat. Er ist ein einfacher und bescheidener Mann, der das alte Gutshaus verwaltet, bis es einer Großbaustelle weichen muss. Seinem Sohn will er ein Vorbild sein und ihm nicht das Gefühl vererben, auf der Seite der Verlierer zu stehen. Und doch scheitert Kermeur an den eigenen Hoffnungen. Er wird von dem Immobilienspekulanten Antoine Lazenec schmählich betrogen, dem es über Jahre hinweg gelungen ist, buchstäblich die ganze Stadt mit einer gläsernen Chimäre hinters Licht zu führen und so Gemeinde wie Kleinanleger finanziell zugrunde zu richten.

Minimalistisch und elegant ist dieses neue Sprachkunstwerk, dieser Roman über einen Mann, der ehrenwert leben will und zum Mörder wird.

Moderation: Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel

Auf deutsch.

Der Eintritt ist frei.

 

 

 

 

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