Mobilität in Lehre und Forschung

Zahlreiche Lehr- und Forschungsbeauftragte arbeiten in unterschiedlichen Stadien ihrer beruflichen Laufbahn im Ausland – im Rahmen einer Gastdozentur, Entsendung oder eines Austauschs zwischen den Einrichtungen. So entsteht zunehmend ein Europäischer Raum für Hochschulbildung und Forschung.

GAY-LUSSAC-HUMBOLDT-PREIS 2017

Der Gay-Lussac-Humboldt-Preis ist ein 1981 vom französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing und seinem Amtskollegen Bundeskanzler Helmut Schmidt auf Empfehlung der deutschen und französischen Forschungsministerien geschaffener deutsch-französischer Wissenschaftspreis.

Der im Dezember 1982 erstmals verliehene Preis soll exzellente Forscher auszeichnen, die sich durch herausragende Beiträge in der Wissenschaft einen Namen gemacht haben und die für die Zusammenarbeit beider Länder stehen.

Der Gay-Lussac-Humboldt-Preis wird vom französischen Hochschul- und Forschungsministerium an deutsche Forscher vergeben, die von französischen Forschern nominiert werden.

Der Preis wird vorzugsweise an Forscher mit unterschiedlichem Profil verliehen und ist mit 60.000 Euro dotiert.

Bedingungen:

  • In Deutschland tätig sein
  • Zu deutsch-französischen wissenschaftlichen Kooperation beigetragen haben
  • Träger von Projekten für die Zukunft dieser Kooperation sein

Die deutschen Preisträger werden für einen Forschungsaufenthalt von 6 bis 12 Monaten in Frankreich empfangen (einmalig oder zu verschiedenen Zeitpunkten, in einem oder mehreren Laboren). Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017. Bewerbungsvorschläge (bitte Formular ausfüllen) richten Sie bitte an folgende Adresse:  Julien Hee.

 

Entsendung & Gastdozentur

Das französische Außenministerium bietet Mobilitäts- und Austauschprogramme für Lehr- und Forschungsbeauftragte in Universitäten und Einrichtungen im Ausland. Dies kann entweder über die Einstellung von Lehr- und Forschungsbeauftragten im Rahmen einer Gastdozentur erfolgen oder über die Unterstützung einer Entsendung von Lehr- und Forschungsbeauftragten an ausländische Einrichtungen. In diesem Fall wird eine Vereinbarung zwischen den beiden Partnereinrichtungen geschlossen. Eine Gastdozentur kann weder von Lehrkräften der Sekundarstufe noch von Wissenschaftlern in Forschungseinrichtungen beantragt werden. Die Förderung erfolgt in Form einer Zuwendung für die Heimateinrichtung des Lehr- und Forschungsbeauftragten, die auf der Grundlage der Kosten berechnet wird, die durch die Vertretung des Gastdozenten anfallen. Die Zahlung von Auslandszuschlägen für die Gastdozenten ist hier nicht vorgesehen. In Deutschland wird dieses Programm in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) umgesetzt.

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Europäische Programme

Mit den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSC-Maßnahmen), die Teil des EU-Programms „Horizont 2020“ (2014/2020) sind, wird die Mobilität von Forschern finanziell unterstützt. Diese Maßnahmen richten sich an Forscher aller Disziplinen, von der Grundlagenforschung bis zur Vermarktung, und jeden Alters sowie Kompetenzniveaus, unabhängig von der Nationalität.

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Euraxess ist eine Initiative der Europäischen Kommission, mit der international mobile Forscherinnen und Forscher, die für eine wissenschaftliche Tätigkeit in ein anderes EU-Land gehen möchten unterstützt werden und die Attraktivität des europäischen Raums für Hochschulbildung und Forschung gesteigert werden soll. Euraxess bietet ein kostenloses Einstellungsinstrument, Hilfestellungen bei der Organisierung von Forschungsaufenthalten in Europa, Zugang zur europäischen Forschercharta sowie Kontakte für europäische Forscher, die im Ausland arbeiten.

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Das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Innovation „Horizont 2020“ bettet die Ziele der Partnerschaft in einen europäischen Rahmen. Die Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Frankreich beteiligen sich am Aufbau des Europäischen Raums für Hochschulbildung und Forschung, indem sie ausländische Forscher aufnehmen und französische Forscher zur Mobilität ermutigen.

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